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Maxi Valdes Quartett

Alles andere als Standart

 

Anfang des 20. Jahrhunderts deklarierten in den US-amerikanischen Schmelztiegeln der industriellen Großstädte afro-amerikanische Musiker eine neue musikalische Sprache: In den Nachtclubs, Bars und Konzertsälen von Chicago, New York, Boston und Kansas City entstand der Jazz als ein Destillat aus den vielschichtigen Geschichten von Musikern, die auf der Suche waren nach Emanzipation und Aufbruch.  Das universelle Versprechen auf Freiheit durch Musik verband spätestens seit dem 2. Weltkrieg weiße und schwarze Musiker und während die neue Musik ihren unvergleichbaren Siegeszug durch die ganze Welt antrat und zur quintessentiellen amerikanischen Musik avancierte, schwangen uniformierte Beamte noch bis in die 60er Jahre ihre Knüppel gegen die Idee der Gleichberechtigung und Partizipation. Das musikalische Erbe dieses Aufbruchs und der Anspruchs an Gleichberechtigung lebt bis heute fort und wird durch immer neue Generationen von Musikern weltweit in Form von Jazz-Standarts interpretiert.  Außerhalb des sozial-politischen Hintergrundes ihrer Entstehung bieten sie einen gemeinsamen musikalischen Referenzrahmen innerhalb dessen Raum bleibt für eine endlose Zahl an Improvisationen und Arrangements. So wird das Erbe dieser einzigartigen Zeit am Leben gehalten und immer wiederneu gestaltet: In einer spannenden Besetzung bestehend aus Shabnam „Deep C“ Parvaresh (Bassklarinette), Phil „Philly“ Eulgem (Drums), Aaron „ The Wise“ Weise (Bass) und Bandleader Maximillio „Dutch“ Valdes (Gitarre) erkundet das Quartett das Repertoire des Jazz-Standart Kanons auf unnachahmliche Art und Weise, in welcher sich die unterschiedlichen Biografien der Bandmitglieder zu einer gemeinsamen Erzählung vereinen.